GoPro hat einen großen Konkurrenten weniger!

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Der amerikanische Action-Kamerahersteller iON Worldwide galt in der Vergangenheit als einer der größten Konkurrenten von GoPro - nun ist
iON Worldwide pleite. Das US-Unternehmen beantragte Gläubigerschutz nach US-Konkursrecht Kapitel 11, so das US-Finanzmagazin.
Hintergrund sind sinkende Umsätze und hohe Schulden beim Point-of-View Videokamera-Hersteller. Setzte iON im Jahr 2014 noch 25 Mio. Dollar um, hatten sich die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr 2015 auf etwa 12,4 Mio. Dollar halbiert. Gleichzeitig häufte das Unternehmen Schulden in Höhe von 15 Mio. Dollar an. iON kontrollierte im Jahr 2014 noch 12 Prozent des Weltmarktes für Action-Kameras, so die Marktforscher aus dem Hause International Data Corp (IDC). GoPro dominiert diesen Markt mit einem Marktanteil von etwa 48 Prozent, während die japanische Sony mit einem Marktanteil von 8,0 Prozent bislang nur eine Nebenrolle spielt. Neben sinkenden Umsätzen belasteten iON auch laufende Patentstreitigkeiten mit GoPro, die zwar hohe Kosten verursachten, bislang aber zu keinen nennenswerten Ergebnissen führten. Trotz Insolvenzantrag will auch iON weiter im Geschäft bleiben und im Sommer 2016 eine neue 4K-Kamera auf den Markt bringen, die direkt mit GoPro-Produkten konkurrieren soll.

Auch GoPro blickt schweren Zeiten entgegen - zuletzt musste das
Unternehmen einen Umsatzeinbruch melden. Die Umsätze dürften in 2016 um 17 Prozent schrumpfen, nachdem der Action-Kamerahersteller in 2015 noch um 16 Prozent gewachsen war. Auch Mitbewerber Sony erwartet in seiner Sparte Imaging Products and Solutions einen Umsatzrückgang von 22,5 Prozent in diesem Jahr.

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